POLITIK TODESSTRAFE DOPING SPONSORING
VERKEHRSTOTE FREIZEITOPFER KAMIKAZE STERBEHILFE PATIENTENVERFÜGUNG BEGRABEN
| Du hast an mir getan, was in Kräften eines Menschen stand, um mich zu retten, die Wahrheit ist, dass mir auf Erden nicht zu helfen war. HEINRICH VON KLEIST |
SELBSTMORD |
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| Das ganze Leben ist ein Selbstmord. |
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Jean Paul |
| Du sollst nicht töten. |
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Altes Testament |
| Den unberechenbaren Tod täglich vor Augen haben. |
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Benedikts Regel Kapitel 4: Die Werkzeuge der geistlichen Kunst / 47. |

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| ... doch das Beste, was es sendet / ist das Wissen, dass es endet / ist der Ausgang, ist der Tod. |
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Theodor Fontane |
| Als Angehöriger einer Kulturnation
weiß der Österreicher um seine Verpflichtung historisches Erbe zu pflegen.
Nachdem die Offiziere des Bundesheeres ihren Vorgängern in der k. u. k.
Armee weder in der Duellhäufigkeit noch beim Selbstmord wegen Ehrverlustes
zahlenmäßig das Wasser reichen können, läge es an den Zivilisten, diese
Tradition fortzusetzen. Wie in
JAPAN
-
Am 28. Mai 2007 beging der japanische
Landwirtschaftsminister Toshikatsu Matsuoka
Selbstmord durch Erhängen.
Wegen des Verdachts der Annahme illegaler Spenden hätte er am Nachmittag
vor einem Parlamentsausschuss Rede und Antwort stehen müssen] Der dramatische Rückgang an Verkehrstoten kann durch
Selbstmorde nicht annähernd kompensiert werden. 874 Selbstmorde
fehlten 2008 auf das
ansehnliche Ergebnis von 1985: 1985 → 2.139, 2005 → 1.392, 2007 → 1.280,
2008 → 1.265. Wobei nicht unerwähnt
bleiben soll, dass sich der Freizeitsektor weit erfolgreicher schlägt.
2001 ereigneten sich 1.420 tödliche Freizeitunfälle,
2005 waren es 1.724
. Davon entfielen 1.450 auf Personen über 60 Jahre. Bergunfälle
gingen im Jahr 2005 in 416 Fällen tödlich aus. |
| Alle, alle
werden wir verwesen. Still wie Kupfer rinnt das Ahornlaub. Ewig sei gesegnet, was auf Erden. Heute Blüte ist und morgen Staub. |
Wenn er
gute Gründe hat, so wird der Weise sich auch selbst das Leben nehmen zur Rettung des Vaterlandes oder der Freunde und wenn er von gar zu hartem Leid heimgesucht wird, sei es von Verstümmelung oder von unheilbarer Krankheit. |
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Sergej Jessenin |
Diogenes |
| Nach der Anzahl der Selbstmörder
je 100.000 Einwohner (WHO-Statistik 9/2009) liegen
Bosnien und Herzegowina,
China,
Jamaika,
Indien,
Sri Lanka,
Iran,
Turkmenistan und
Simbabwe an der Spitze.
In diesen Staaten kommen mehr als 90 Selbstmorde auf 100.000 Einwohner. Weltweit gibt es pro Jahr rund 1 Million Selbstmorde, auf jeden geglückten Selbstmord kommen rund 20 erfolglose Versuche. Auf China, Indien und Japan entfallen 40 % aller Selbstmorde, Gesamtasien steht für 60 %. Bevorzugte Substanz in China und Südostasien: Pestizide, auf die in 60 % der Fälle zurückgegriffen wird. In China begehen mehr Frauen als Männer Selbstmord.
In
Europa gibt es ein Ost-West-Gefälle: In Deutschland und Österreich ist die bevorzugte Selbstmordmethode der Tod durch Erhängen, Strangulieren und Ersticken. Mehr als 50 Prozent wählen diese Todesart. Für 18 Prozent ist Erschießen die bevorzugte Methode, 10 Prozent springen in die Tiefe. (200 km/h beträgt die Aufprallgeschwindigkeit bei Fallhöhen über 150 Meter, 120 km/h bei 75 Meter)
In Indien begingen
zwischen 1993 und 2003 100.000 Bauern Selbstmord, weil sie ihre
Schulden nicht mehr bezahlen konnten. Bevorzugte Methode: Gift |
| Du innig Rot / Bis an den Tod / Soll meine Lieb dir gleichen, / Soll nimmer bleichen, / Bis an den Tod, / Du glühend Rot, / Soll sie dir gleichen. |
| Gedicht von Karoline von Günderrode. Als ihr verheirateter Geliebter sie verlässt, erdolcht sie sich im Sommer 1806. Sie ließ sich 26 Jahre alt werden. |
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Jährliche Selbstmordrate (je 100.000 Einwohner nach Geschlecht) |
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| Staat | Jahr | Männer | Frauen |
| ÖSTERREICH | 2002 | 30 | 9 |
| Belarus | 2001 | 60 | 9 |
| DEUTSCHLAND | 2001 | 20 | 7 |
| Estland | 2002 | 48 | 10 |
| Finnland | 2002 | 32 | 10 |
| Griechenland | 1999 | 6 | 2 |
| Hungary | 2002 | 46 | 12 |
| Kasachstan | 2002 | 50 | 9 |
| Lettland | 2002 | 48 | 12 |
| Litauen | 2002 | 81 | 13 |
| Russland | 2002 | 70 | 12 |
| SCHWEIZ | 2000 | 28 | 11 |
| Welches
sind jene, die sich aus Lebensüberdruss selbst den Tod gaben? Sind sie nicht Freunde der Weisheit? |
Solange
unser Körper und unser Geist sich all ihrer Fähigkeiten erfreuen, gibt es keinen Grund sich zu töten. Der Gipfel der Tor- heit aber ist es, im Siechtum eines hohen Alters weiter zu leben, während es doch nur von uns abhängt, uns davon zu befreien. |
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Erasmus |
Seneca |

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... and make not much of
death / Lest ere thy day thou reap an evil thing ... und mach nicht viel aus dem Tod, Sonst wird dein Tag vergiftet von seiner schlimmen Saat. |
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CHARLES SWINBURNE |
| Kamikaze,
der heilige Wind, der 1281 eine Invasionsflotte der Mongolen auf den
Grund des Japanischen Meeres schickte und damit die Reinheit Japans
bewahrte, gab den japanischen Selbstmordpiloten im Zweiten Weltkrieg
seinen Namen. 2.200 Kamikaze-Piloten fanden vom 19. Oktober 1944
bis zur Kapitulation Japans (15. August 1945) den Tod. Zumeist steuerten
sie normale Kampfflugzeuge mit zusätzlichen Bomben, die sie auf die
ausgewählten Ziele stürzen ließen. Später wurden "bemannte
Raketen" entwickelt, die von Flugzeugen in Zielnähe gebracht
wurden. Der Kamikaze wollte den Feind töten, aber das Ehrenvollste war
ihm die Selbsttötung. Der Kamikaze betrachtete sich als Auserwählter,
dem Überleben als Schande, als ein Zeichen der Feigheit galt. Etwa 1.100
Piloten waren ziemlich erfolgreich, sie versenkten 34 US-Kriegsschiffe. Auch die heutigen Selbstmordattentäter mit hinduistischem oder islamischem Hintergrund sehen sich als Auserwählte, die ihr Leben für ihr Volk oder ihre Religion geben. Zwar verbietet der Koran den Selbstmord, doch wer im Kampf gegen die Ungläubigen stirbt, gilt als Märtyrer und landet direkt im Paradies (Sure 47), wo schwarzäugige Jungfrauen (könnten aber nach anderen Deutungen lediglich saftige Trauben sein) ihn empfangen. |
| Nur dass
die Furcht vor etwas nach dem Tod - das unentdeckte Land, von des Bezirk kein Wandrer wiederkehrt - den Willen irrt, dass wir die Übel, die wir haben, lieber ertragen als unbekannten fliehn. So macht Gewissen Feige aus uns allen. |
Nur die
sind jämmerlich hinieden, Deren zages Herz das Sterben fürchtet, Die aus Todesfurcht und feigen Muts sich Nicht zu töten wagen, um ihre Knechtschaft abzuschütteln. |
|
| Hamlet | Die Karthager |
| Bei Unfällen in der
Freizeit
gibt es in Österreich jährlich etwa
1.600 Todesopfer. In den
EU-Staaten sind es pro Jahr gesamt 80.000. Sportliche Aktivitäten und
Unfälle im Haushalt fallen in diese Kategorie. Interessante Vergleiche: Brasilien verzeichnet mehr als 50.000 Morde pro Jahr, im EU-Raum gibt es 78.000 Mordopfer/J. Mexiko verzeichnete 2008 rund 5.700 Morde. In Südafrika nimmt die Zahl der Morde kaum wahrnehmbar ab. 2007/08: 18.487 2008/09: 18.148 Morde Weltweit sterben jährlich zwischen 250.000 und 500.000 Menschen an den Folgen einer Grippe (lt. WHO-Schätzung). Aus den weit gefahrenträchtigeren beruflichen Tätigkeiten entstehen in Österreich nur 230 Todesopfer (2003), Ergebnis der effizienten Maßnahmen zur Unfallverhütung am Arbeitsplatz. Nach dem Gebrauch von Suchtgift starben im Jahr 2003 in Österreich 189 Personen. Ein Jahr davor waren es 179. Die meisten Drogentoten gab es in den Jahren 1994 (250) und 2000 (227). In 96 % der Fälle starben die Süchtigen nach dem Genuss von Opiaten. Zahl der Drogentoten ab 2002: 139 / 163 / 185 / 191 / 197 / 175 Quelle: Österr. Bundesinstitut f. Gesundheitswesen In Deutschland starben an Drogen ab 2006: 1.296 / 1.394 / 1.449 |
| Wie! der
Gott, dem ich diene, versagt mir den Beistand! Er verbietet, dass ich Hand an mich lege!... Ah! welch Verbrechen ist es diesem eifersüchtigen Gott, Einen Augenblick zu beschleunigen, den er uns bereithält? Wie, aus dem bitteren Kelch eines so steten Unglücks soll Man in langen Zügen die unerträgliche Hefe noch trinken? Ist der schnöde sterbliche Leib denn gar so heilig, Dass der Geist, der ihn beseelt, ihn nicht nach Belieben verlassen darf? |
Hier ist
es Zeit, durch Taten zu beweisen, Dass Manneswürde nicht der Götterhöhe weicht, Vor jener dunklen Höhle nicht zu beben, In der sich Phanthasie zu eigner Qual verdammt, nach jenem Durchgang hinzustreben, Um dessen engen Mund die ganze Hölle flammt; Zu diesem Schritt sich heiter zu entschließen, Und wär es mit Gefahr, ins Nichts dahin zu fließen. |
|
|
Voltaire |
Goethe "Faust" |

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| Wenn keine Hoffnung auf Hilfe mehr ist, noch der kleinste Spalt in der uns umgebenden Mauer sichtbar wird, wenn wir nicht mehr unsere Hand gegen das Schicksal erheben können, dann bleibt uns nur noch eins - die Hand gegen uns selbst zu richten. Sie können vielleicht nicht das Glück verstehen, das ich in der Erkenntnis gefunden habe, dass man sich wahrscheinlich nur ganz allein gehört, wenigstens insoweit, als man die Art und Zeit seines eigenen Todes bestimmen kann... Das habe ich von Dostojewski gelernt. ... |
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Gustaw Herling "Welt ohne Erbarmen" |
| Die Straße als
"Schlachtfeld" zu titulieren ist durchaus berechtigt. Hätten
Politiker einen Krieg mit gleichen Opferzahlen zu verantworten, gäbe es
Massendemonstrationen, Medienaufstand und Rücktrittsforderungen.
Verkehrstote hingegen werden als Verschleißschaden, als eine Art
Biomüll hingenommen. Nicht mit Vorsatz Getötete, eher Gefallene im "friendly traffic".
Menschen, die den Weg von A nach B suchten und den von A nach Nirgendwohin
fanden. Dank rasch zunehmender Verkehrsdichte brachte es China im Jahr 2003 auf über 100.000 Tote im Straßenverkehr, Indien zählte 2006 85.000. Russland schaffte mit einer Bevölkerung von 140 Millionen (ein Zehntel Chinas) 35.500 Verkehrstote. Unter der Berücksichtigung der Einwohnerzahlen übertreffen zum Beispiel Österreich (2009 633 Tote, 1971 schafften wir noch 2.948), die USA (2008 41.800 Tote), Deutschland (2009 4.152 Tote), Italien (2006 5.430 Tote) oder Frankreich (2006 4.660 Tote) die chinesische Vorgabe deutlich. Die Schweiz zählte 2009 349 Verkehrstote - 60 Fußgänger + 43 Beifahrer + 246 Fahrzeuglenker - (2008 357 Tote;1972 war mit 1.773 Toten der Höhepunkt erreicht). Sehr gut hält sich Tschechien mit unverändert hohen Werten, 1.127 Personen betrug die Opferzahl 2005 (135 Verkehrstote / 100.000 Einw.). Wie bei den Selbstmorden sind Lettland (225 Verkehrstote auf 100.000 Einwohner) und Litauen (220 auf 100.000 Einwohner) auch in dieser Statistik EU-Spitzenreiter. Mit - nach offiziellen Angaben - 6.000 Verkehrsopfern pro Jahr liegt Ägypten in der Rangliste des Nahen Ostens nach Marokko, Jemen, Syrien und dem Irak an fünfter Stelle. Weltweit werden jährlich 1.200.000 Menschen bei Verkehrsunfällen getötet (lt. WHO 2004). Weitere 20 bis 50 Millionen erleiden Verletzungen mit teilweise bleibenden Behinderungen. Dadurch entsteht ein wirtschaftlicher Schaden in der Höhe von 500 Milliarden US-Dollar. In der Dritten Welt verkehren zwar nur 20 Prozent aller Motorfahrzeuge, trotzdem sorgen sie für 80 Prozent aller Verkehrstoten. In diesen Ländern leben Fußgänger und Radfahrer besonders gefährlich: in Indien entfallen mehr als 50 Prozent der Verkehrstoten auf diese Gruppen. Im EU-Raum wurden im Jahr 2001 54.363, 2004 43.500, 2005 41.600, 2006 39.200, 2008 39.051, 2009 ~35.500 Verkehrstote gezählt. Zwischen 2001 und 2005 nahm lediglich in Ungarn, Zypern, Malta und Litauen die Zahl der Verkehrsopfer zu. European Transport Safety Council |
| Das aber sagen wir, dass niemand freiwillig den Tod suchen darf, um zeitlicher Pein zu entgehen, er würde sonst der ewigen anheimfallen. Niemand darfs aus Verlangen nach einem besseren Leben, das er sich nach dem Tode erhofft, denn die am eigenen Tode Schuldigen erwartet kein besseres Leben. | Der Selbstmord ist ein Frevel gegen die Natur, denn er widerspricht der Pflicht uns selbst zu lieben; er ist ein Frevel gegen die Gesellschaft, in der wir eine Rolle zu spielen haben; er ist ein Frevel gegen Gott, der Herr über unser Leben ist. | |
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Augustinus "Gottesstaat" |
Thomas von Aquin |
| 1994 wurde in den Niederlanden
die ärztliche Euthanasie gesetzlich
erlaubt. Erstmals in der Geschichte der Medizin dürfen Ärzte mit
parlamentarischer Rückendeckung Menschen töten. Die Entscheidung
trifft nur der Arzt. Ein zweiter Arzt muss der Tötung zustimmen, die
Staatsanwaltschaft muss vorher informiert werden. Die Regelung wurde von
Jahr zu Jahr mehr in Anspruch genommen: 2004 waren es schon 1.886
Euthanasiefälle. Belgien (2002) und Luxemburg (17. 3. 2009) folgten dem holländischen Beispiel und legalisierten die aktive Sterbehilfe ebenfalls. Damit dürfen Ärzte auf Wunsch aktive Sterbehilfe leisten oder bei Selbsttötungen helfen ohne rechtliche Folgen fürchten zu müssen. [Ein Volksbegehren, welches die katholische Kirche in Luxemburg gegen das Gesetz starten wollte, scheiterte kläglich. Statt erforderlicher 25.000 Unterschriften schaffte man nur etwa 800.] In Australien gelten ähnliche Regelungen wie in den drei EU-Staaten. In der Schweiz ist die Beihilfe zur Selbsttötung erlaubt. Einen Anspruch den rezeptlosen Kauf von Medikamenten für einen Suizid hat das Bundesgericht abgelehnt (BGE 133 I 58): Eine sterbewillige Person hatte 2005 vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) und der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich den freien Bezug von Natrium-Pentobarbital gefordert, was ihm von den beiden Organen verweigert worden war. Er begründete sein Ersuchen jeweils damit, dass er als handlungsfähiger Mensch einen Anspruch darauf habe, sein eigenes Leben risiko- und schmerzfrei sowie ohne Gefahren für Dritte beenden zu können. Zum Selbstbestimmungsrecht des Menschen im Sinne von Art. 8 Ziff. 1 EMRK (Europäische Menschenrechtskonvention) gehört auch das Recht, über Art und Zeitpunkt der Beendigung des eigenen Lebens zu entscheiden; dies zumindest, soweit der Betroffene in der Lage ist, seinen entsprechenden Willen frei zu bilden und danach zu handeln. Das Bundesgericht entschied, dass Art. 8 EMRK jedoch den Staat nicht dazu verhalte, dafür zu sorgen, dass ohne ärztliche Verschreibung Natrium-Pentobarbital an Sterbehilfeorganisationen bzw. Suizidwillige abgegeben wird. Urteil 2_C/2010 vom 12.4.10. Das Urteil wurde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte angefochten. In Großbritannien werden Sterbehelfer nur noch dann strafrechtlich verfolgt, wenn sie vom Freitod der begleiteten Person profitieren oder die sterbewillige Person
Im US-Bundesstaat Oregon können seit 1997 Schwerkranke, deren Lebenserwartung weniger als sechs Monate beträgt und die ihren Wohnsitz im Bundesstaat haben, um Sterbehilfe ansuchen. Bestätigen zwei Ärzte den Antragsstellern klaren Verstand und ausreichende Aufklärung über die Möglichkeiten der Schmerzbekämpfung, wird das Gesuch genehmigt. Die erlaubte ärztliche Hilfe besteht darin, dass den Patienten die für den Suizid benötigten Medikamente verschrieben werden dürfen. In acht Jahren haben 246 Menschen diesen Weg gewählt. Die Sterbehilfe wird je nach Staat auf unterschiedlichste Weise geregelt und ist unterschiedlich abgestuft:
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"ich habe meinen
Sohn angefleht, mir auf jeden Fall etwas mitzubringen, damit ich selbst
entscheiden kann, ob ich weiterlebe." Zitat Helmut Zilk, österreichischer Politiker, WZ 8. 11. 2006 |
| Nie
geboren sein, übersteigt Alles, was nur irgend zählt. Aber wenn man Kam zum Licht, Ist das Zweite dieses: Wieder dorthin gehen, Von woher man kam, auf´s schnellste! |
Im Grunde
ist man da, um die wenigen Gaben, die man bei der Geburt mitbekommen hat, aufzubrauchen. Nach beendeter Übung sollte man sich zurückziehen, ohne die letzten Bruchstücke an Vitalität, die einem noch bleiben, ausnützen zu wollen. Wenn man bloß rechtzeitig zu sterben wüsste! nein, wenn man sich bloß rechtzeitig umbringen könnte! |
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Sophokles "Ödipus auf Kolonos" |
E. M. Cioran "Cahiers" |
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Vorausplanende Menschen geben schriftliche
Anweisungen, welche medizinische Maßnahmen sie im Falle lebensbedrohender
Krankheiten und Verletzungen oder dauerhafter geistiger Beeinträchtigungen
ablehnen. Rechtlich sind derartige Anordnungen weder für die Verwandten
noch für die behandelnden Mediziner relevant. Eine gesetzliche Regelung hätte Abhilfe schaffen können. Doch Religionsgemeinschaften, Juristen, Ärztevertreter, politische Parteien, ... fühlten sich berechtigt, dem Einzelnen sein Recht über sich selbst zu verfügen zu entziehen. Wie erfolgreich sie dabei waren zeigt das Bundesgesetz über PATIENTENVERFÜGUNGEN. (PatVG, BGBl vom 8. 5. 2006) Für eine verbindliche Patientenverfügung benötigt man
Wer die "Voraussetzungen" nicht erfüllt kann
lediglich eine beachtliche Patientenverfügung verfassen, die
vollkommen bedeutungslos ist. Sie dient lediglich als
"Orientierungshilfe".
Als hilfreich
bei der Durchsetzung des Patientenwillens kann sich der
§ 110 Abs. 1 /
Strafgesetzbuch erweisen:
In DEUTSCHLAND
ist ein Gesetz über die Patientenverfügung erst
am 18. Juni 2009
im Bundestag behandelt und beschlossen worden (BGBl. I S.
2286, in Kraft seit 1. 9. 09). Darin ist
festgelegt, dass sie nur wirksam ist, wenn die Person sie in schriftlicher
Form verfasst hat. Die Rechtfertigung vor einem Arzt (in Ö.
vorgeschrieben!) ist nicht notwendig (=keine Beratungspflicht!), ein Beratungsgespräch, auch mit
fachkundigen nichtärztlichen Personen möglich, wird empfohlen.
In einem Grundsatzurteil hat der Deutsche
Bundesgerichtshof am 25. Juni 2010 entschieden, dass die
Behandlung von unheilbar erkrankten und selbst nicht
mehr entscheidungsfähigen Patienten jederzeit abgebrochen werden darf,
wenn der Patient dies zuvor so geäußert oder veranlasst hat. Ein
derartiger Behandlungsabbruch entspreche keiner Tötung auf Verlangen, sei
eine Form der zulässigen passiven Sterbehilfe und daher
nicht strafbar.
Mit einer Vorsorgevollmacht kann man eine Person ausstatten, der man die Vertretung seiner Interessen gegenüber dem behandelnden Arzt zutraut. Kann vor einem Notar oder Rechtsanwalt aber auch selbst errichtet werden. |
| Einer der schönsten und artigsten jungen Leuthe hier von guter Familie, Praktikant bey der geheimen Hof-Kanzley, schoß sich vor einiger Zeit eine Pistole durch den Mund, daß die Hirnschale oben am Boden hieng, und das Hirn im ganzen Zimmer herumspritzte. |
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Zürcher Zeitung, 6. Dezember 1780 |
| Selbstmord eines jungen Salzburgers nach dem seine Angehimmelte einen alten Knacker ihm vorgezogen hatte. Daraufhin ging er bis zu seiner Tat nur noch in schwarzer Kleidung und las "Die Leiden des jungen Werthers". |
| Die Sterbehilfeorganisation "Exit Deutsche Schweiz" half zwischen 1990 und 2000 748 Selbstmördern bei ihrer Tötung. Der Frauenanteil betrug 54 Prozent, das Durchschnittsalter 72 Jahre. 2005 konnte Exit 162 Sterbewilligen helfen, 2006 150. |
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| Die Mehrheit starb
innerhalb einer Stunde nach Einnahme der tödlichen Dosis. In einem Fall
dauerte es bis zum Todeseintritt 18 Stunden. 20 Prozent litten an
nichttödlichen Krankheiten. Zwischen 1997 und 2000 stellte Exit 14 Prozent der sterbewilligen Mitglieder eine Infusion zur Verfügung. Mitglieder können nur Schweizer Staatsbürger werden. Mitgliederzahl 2009: ~ 70.000 "Der Anteil der Nicht-Todkranken, bei denen Sterbebegleitung durchgeführt wird, liegt bei Exit seit Jahren konstant bei etwa einem Drittel" Hans Wehrli, Präsident von Exit Eine Vereinbarung zwischen Exit und dem Kanton regelt seit Juli 2009 die Sterbehilfe in Zürich. Auszug:
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| Ebenfalls in der Schweiz ist der Verein DIGNITAS www.dignitas.ch beheimatet. Sterbebegleitung und Freitodhilfe aber auch die Problematik rechtsverbindlicher Patientenverfügungen sind Vereinsanliegen. Die Einschreibgebühr beträgt 100 CHF, der jährlicher Mitgliedsbeitrag 50 CHF. |
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Suizidkosten: jeweils 2.000,- CHF kosten die Vorbereitung und die
Durchführung. Rechnet man die Ausgaben für Arzt, Kremation, Behörden,
Urnenversendung
dazu, sind gesamt bis zu rund
6.000,- Euro aufzubringen Eine Muster-Patientenverfügung steht auf der Homepage zum Download bereit. Sterbetourismus: Eine zunehmende Zahl Ausländer reisen in die Schweiz, um sich dort beim Suizid helfen zu lassen. 2006 genehmigten sich 195 Sterbewillige den Natrium-Pentobarbital-Drink (10 bis 15 Gramm aufgelöst in 100 cm³), davon kamen 120 aus Deutschland. Zwei bis fünf Minuten nach der Einnahme des Mittels schläft man ein, der Tod tritt meist nach etwa einer halben Stunde ein. 2007 wurden 141 Personen, darunter sechs Schweizer, begleitet. Neben Natrium-Pentobarbital kamen auch andere Methoden zum Einsatz. Probleme bekam DIGNITAS mit den "Sterbewohnungen". Die Mieter der anderen Wohnungen waren vom organisierte Dahinscheiden in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft nicht angetan, protestierten heftig und erfolgreich. Der Umzug in eine Gewerbeliegenschaft blieb eine Kurzzeitlösung. Nach zwei Tagen verbot der zuständige Gemeinderat von die Aktivitäten von DIGNITAS wegen des Fehlens einer rechtskräftigen Baubewilligung. DIGNITAS berief dagegen. Durch diese Entscheidung räumlich unter Druck geraten, musste DIGNITAS die Sterbehilfe in einen PKW-Kombi, der auf einem öffentlichen Parkplatz (Kanton Zürich) abgestellt war, verlegen. Im Jänner 2008 erkannte die kantonale Baurekurskommission die "Umnutzung der Räume zur Durchführung von Freitodbegleitungen" als nicht bewilligungspflichtig und hob den Beschluss des Gemeinderates auf. Daraufhin gab´s Druck von der Ärztestandesvertretung. DIGNITAS bekam Schwierigkeiten beim Nachschub von Natrium-Pentobarbital. Alternativ kam das Edelgas Helium zum Einsatz. Den Sterbewilligen wurde eine Atemmaske auf die Stirn gesetzt., die sie dann selbst über Mund und Nase ziehen mussten. Das eingeatmete Helium macht sie zunächst bewusstlos und führt nach einigen Minuten zum Tod. [Die Prozedur wird zur rechtlichen Absicherung mitgefilmt] NZZ 19. 3. 2008 Der Versuch von DIGNITAS in einem ehemaligen Geschäftslokal Freitodbegleitungen durchzuführen wurde im März 2009 von den Behörden mit der Begründung abgelehnt, die dabei entstehenden "ideellen Immissionen" seien den Anrainern nicht zumutbar. Ein Urteil des Bundesgerichtes (2C 839/2008 vom 1. 4. 09) verbietet DIGNITAS die Beschaffung, Verwendung, Aufbewahrung und Abgabe von Natrium-Pentobarbital. Wolfgang Prosinger, Journalist und Autor, schrieb ein Buch über die Sterbebegleitung eines schwerkranken Deutschen durch DIGNITAS. siehe Buch zum Thema und Film am Seitenende Laut Bundesrat Blocher werden in der Schweiz 20 Prozent aller Selbstmorde mit Hilfe einer Suizidhilfeorganisation begangen. In höchstens 7 Prozent der Suizidfälle handelt es sich um Personen mit Wohnsitz im Ausland. NZZ 26. 5. 2007 |
|
| Auch die Vereinigung zur Hilfe selbstbestimmten menschenwürdigen Sterbens hat ihren Sitz in der Schweiz. www.exinternational.ch |
|
| Beratung und Unterstützung
können nur von Mitgliedern in Anspruch genommen werden. 2007 haben ca. 350 Personen sich der Dienste der Sterbehilfeorganisationen (angeblich gibt es fünf) bedient. Etwa 100 kamen aus dem Ausland.
Rechtliche Basis des Wirkens der
Sterbehilfeorganisationen ist der Artikel 115 des Strafegesetzbuches. Er
erklärt die Verleitung und die Beihilfe zum Selbstmord nur dann als
strafbar, wenn sie aus "selbstsüchtigen Beweggründen" erfolgen. |
|
| Trägst den Tod in dir? / Trägst schwer. / Tod ist nicht irgendwer: / Wiegt. // Stirbst wie nur je ein Tier? / Nimms leicht. / Tod wird durch nichts erweicht: / Siegt. |
|
"Vom Gewicht", aus dem Gedichtband "Später Spagat" von Robert Gernhardt |
| In der Schweiz wurden die volkswirtschaftlichen Kosten erfolgreicher und versuchter Suizide ermittelt. Mit 65 Mio. Franken (44 Mio. Euro) schlagen sich die knapp 1.350 Selbstmorde zu Buche, während die rund 25.000 bis 67.000 Selbstmordversuche Aufwendungen von 2,4 Mrd. Franken (1,6 Mrd. Euro) verursachen. lt. Bundesrat 2002 |
| "Ich sehe alle Menschen hinter einer Maske. Hinter ihren lächelnden, gemütlichen Gesichtern hetzen blasse Leichen auf einem verschlungenen Pfad dahin, dessen Ende der Tod ist." |
|
Edvard Munch |
| Es obliegt den Hinterbliebenen,
Bestattungsart
und -ort des Toten zu bestimmen. Außer, der Verstorbene hat schon zu
Lebzeiten dafür Sorge getragen: |
| Institut für
Anatomie WIEN |
| Ich
Vorname
Name habe verfügt, dass mein Körper nach meinem Tode dem Institut für Anatomie der Universität Wien für Unterricht und wissenschaftliche Forschung zur Verfügung gestellt wird. Im Falle meines Todes bitte ich das Institut für Anatomie zu verständigen. Telefon Nr. 4277/61101 |
| Im Falle meines Todes außerhalb
Wiens, Niederösterreichs, des nördlichen Burgenlandes und Oberösterreichs
bitte das Institut für Anatomie der nächstgelegenen medizinischen
Fakultät (Graz oder Innsbruck) verständigen.
Unterschrift |
| O Käptn, mein Käptn, die schwere Fahrt ist aus / Das Schiff hat jedem Sturm getrotzt, nun kehren wir stolz nach Haus. |
|
Nachruf auf Abraham Lincoln. Walt WHITMAN |
| Vorüber die Zeiten, wo die Universität
allein mit dem gespendeten Körper vorlieb nahm. Wer heute Studenten und
Wissenschaftern seinen Körper serviert, muss zudem noch die Entsorgung
berappen. Eine "Spende" von 450 Euro wird dafür
eingehoben, dass nach einjähriger
Leichennutzung die Überreste eingeäschert werden. Im Preis inbegriffen
ist auch die Beisetzung in den Begräbnisstätten des Institutes (Wiener
Zentralfriedhof) und die jährliche Gedenkfeier. In Innsbruck (Division für klinisch funktionelle Anatomie, 0512900371111) und Graz (Institut für Anatomie der Medizinischen Universität Graz, 03163804210) kann man seinen Körper ebenfalls - und preisgünstiger - für Studienzwecke abliefern. Die anatomischen Institute in der Schweiz lassen Leichenspender finanziell ungeschoren: Sie übernehmen die Kosten für Leichentransport, Sarg, Kremation und Beisetzung der Urne in einem Gemeinschaftsgrab. |
| ... / Die Leiche meines Onkels / rauchte und fluchte / und wurde verscharrt / dort wo man Leichen verscharrt / die kein Geld / haben. |
|
Aus "Die Leiche meines Onkels" CHARLES BUKOWSKI |

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"Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen / Den Vorhang zu und alle Fragen offen" Bert Brecht [Zwar nicht dafür gedacht, wäre es dennoch eine gute Grabinschrift]
| Ein Erdgrab ist des
Österreichers bevorzugte Endlagerstätte. Der Weg des Leichnams in
selbige kann sehr kostenintensiv werden. Je nach finanziellen
Möglichkeiten, Prestigebedürfnis und schlechtem Gewissen der
trauernden Angehörigen.
Im Durchschnitt müssen die
Hinterbliebenen für das komplette Programm (Abholung bis Bestattung) €
3.500,- locker machen. Wer sich mit dem "Gewöhnlichen"
nicht begnügen will: Särge in edelster Ausführung kosten bis €
7.000,- (Modell "Der Amerikaner" exakt
€ 6.996,-), die untere Preisgrenze
liegt bei €
600,-. Opernsänger untermalen für €
500,- die Trauerzeremonie stimmlich. Dagegen sind die religiösen
Aufwendung nicht der Rede wert: Pfarrer segnen für €
100,-. Gut 60.000 Begräbnisse gibt es pro Jahr in der Schweiz, etwa 3.500 in Zürich. Deren Hinterbliebene haben einen finanziellen Vorteil: Die Begräbniskosten für verstorbene Einwohner von Zürich trägt die Stadt. Wer dem Einheitssarg ein teureres Modell vorzieht, muss die Differenz zahlen. |
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| Der italienische Sargproduzent
CofaniFunebri wirbt für seine
Sargmodelle mit erotischer Unterstützung (WERBEN
MIT SEX) - siehe Bild rechts - und einem
Bildkalender "Your undertaker calendar" mit den Fotos mehr oder weniger
trauernder Damen in schwarzer Unterwäsche "Charming Undertakers". Auch im Sortiment: Zigarettenetuis aus Metall in Sargform, eine unter aufklappbarem Deckel verborge-nen Armbanduhr, Schlüsselring mit Sarganhänger, ... . |
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"Seines Todes ist man gewiss: warum sollte man nicht heiter sein? Der Gedanke an den Selbstmord ist ein sehr starkes Trostmittel" Friedrich Nietzsche
| Keine Messe wird man singen, / Keinen Kadosch wird man sagen, / Nichts gesagt und nichts gesungen / Wird an meinen Sterbetagen. |
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"Gedächtnisfeier" Heinrich HEINE |
"Ich bin es, der tötet und lebendig macht", spricht der Herr (AT, Deut 32, 39)
| Um ihre gasförmigen, flüssigen und
hitzeunbeständigen Bestandteile werden die Verstorbenen im
Krematorium
erleichtert. Nach 90 Minuten bei 650 Grad ist von Sarg und Leichnam
nicht mehr viel übrig. Die Asche - je nach Geschlecht und Größe zwei bis drei Kilogramm - kann in einer Urne oder in einem Erdgrab bestattet werden. Verbrennen schont die Brieftasche der Erben, € 1.400,-- bis € 2.500,-- sollten reichen. Mit amtlicher Erlaubnis darf die Asche sogar an bestimmten Stellen verstreut werden! Das Schweizer Unternehmen Algordanza - www.algordanza.com - bringt die Ahnen zum Funkeln: es erzeugt aus der Kremationsasche Diamanten. Zertifikat wird mitgeliefert. Zwischen einem halben und einem Karat, je nach Wunsch und Brieftasche, wiegen die auf einem Granitsockel befestigten oder zu Schmuck gefassten, geschliffenen Edelsteine (0,4 bis 1 Karat. Die Bestattung Wien führt die Diamanten im Sortiment. Sie schickt die gesamte Asche (2,5 kg) der kremierten Leiche an Algordanza -und bekommt drei Monate später den Diamanten und die Restasche retourniert. Preise von 4.680,-- bis 13.440,-- Euro. 1/07 Eine geografische Auswahl aus dem
Sortiment der NATURBESTATTUNG GmbH
(NÖ): Vorarlberg: PAX bietet
sogar die Möglichkeit einer Seebestattung. "Stadionbestattung" auf dem Bundesliga-Friedhof des Hamburger Sportvereins HSV. Hinter der Tribüne des Bundesligaklubs ist ein Friedhof in Stadionform angelegt. In schlichter Urne oder einem Sarg, auf Wunsch, wie auch der Grabstein, in Vereinsfarben gehalten, können eingefleischte Anhänger auch nach ihrem Tode dem Spielgeschehen nahe sein.
Platzsparend und umweltfreundlich: die Gefriertrocknung. In
Schweden entwickelt und angewendet, im übrigen Europa noch nicht
verfügbar. Bestattungen in freier Natur
sind die Spezialität der
Grabsteinsanierung war die Geschäftsidee von Raimund Saip. Der Niederösterreicher entwickelte 1992 einen Werkstoff mit dem Grabmalschäden behoben und der Stein zudem auch noch witterungsbeständiger gemacht wird. Mittlerweile bieten Partner in vielen europäischen Staaten sein GRABSTEINSERVICE an.
Werbung für Grabsteine: Steinmetzbetriebe dürfen ihre Leistungen frühestens zwei Wochen NACH dem Todesfall bei den Hinterbliebenen bewerben. (Deutschland; Werbebrief - Direktmarketing; Bundesgerichtshof Urteil vom 22.04.2010 [Aktenzeichen: I ZR 29/09] Klage wegen unzumutbarer Belästigung nach § 7 UWG. |
| ... denke der alten Tage / da zog die Mutter mich aus / sie legte mich still in die Wiege / die Winde brausten ums Haus / denke der letzten Stunde / da werdens die Nachbarn tun / sie senken mich still in die Erde / da werde ich lange ruhn. |
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"Nachtgefühl" Friedrich HEBBEL |
| Informationen über Erbrecht,
Verfassen von Testamenten, die nun abgeschaffte Erbschaftssteuer (für
wie lange wohl?), Amtswege im Todesfall, ...
gibt es im Kapitel FAMILIE. Ein Verzeichnis der über 500 Bestatter in Österreich gibt es unter www.bestatter.at und bei www.begraebnis.at Die Bestatter in der Schweiz sind beim Schweizer Verband der Bestattungsdienste (SVB) zu finden www.bestatter.ch, bei www.ruhe-in-frieden.com gibt es eine Liste der Bestatter in Deutschland. |
| Die keineswegs traurige Gewissheit, dass der Selbstmord der einzige Ausweg, der einzige Trost, dass Tor, das große Tor ist. Auf die andere Seite hinübergehn, indem man das Sterben überspringt |
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| Das Leben hat sicher keinen Sinn. Aber das hat keine Bedeutung, solange man noch jung ist. Ab einem gewissen Alter sieht das anders aus. Da fängt man an, sich darüber Gedanken zu machen. Die Unruhe wird zum Problem, und die Alten, die nichts mehr zu tun haben, befassen sich eifrig damit, auch wenn ihnen Zeit und Begabung abgehen, das Problem zu lösen. Das ist der Grund,warum sie sich nicht massenhaft umbringen, was sie eigentlich tun sollten, wenn sie ein bisschen weniger absorbiert wären. |
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E. M. Cioran "Cahiers 1957 - 1972" |
Ein früher, sanfter Tod war das Beste, das die griechischen Götter zu geben hatten
(Tauschgeschäft?) "Hier ruhe ich und muss verwesen / Wer du bist, bin ich auch gewesen / Drum knie dich nieder und bete für mich / Dann werde ich bitten, bei Gott für dich." (Grabinschrift, Zentralfriedhof, Wien)
| Die Menschen lachen und weinen, und dass sie lachen, ist zum Weinen. |
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Aurelius AUGUSTINUS (354 -
430) |
| Diese Welt ist eben kein Theater zum Lachen, nicht dazu sind wir beisammen, um schallendes Gelächter anzuschlagen, sondern um zu seufzen, und mit diesem Seufzen werden wir uns den Himmel erwerben. |
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Johannes CHRYSOSTOMOS,
Bischof von Konstantinopel (349 - 407) |
| Sterben ist leicht. Einen Parkplatz zu finden dagegen fast unmöglich. Wo immer ich jetzt hingehe, die Heuchelei der Regierungen, die Lügen der Politiker werde ich nicht vermissen. |
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Art BUCHWALD kurz vor seinem Tod (1925 - 2007) |
Jeder [Selbstmörder] weiß, dass Selbstmord zwar ein Ausweg, aber doch nur ein etwas schäbiger und illegitimer Notausgang ist, dass es im Grunde edler und schöner ist, sich vom Leben selbst besiegen und hinstrecken zu lassen. HESSE "Steppenwolf" 1927
| Unter der Domain
www.trauer.de warten Internet-Kondolenzbücher auf Einträge Trauernder.
Mehrere deutsche Tageszeitungen veröffentlichen ihre Traueranzeigen auch
auf dieser Schiene. Kürzlich hingeschiedene Prominente, regionale Größen und frisch verstorbenes, schlichtes Volk sind aufgelistet. Geburts- und Sterbetag sowie die Nachrufe der Hinterbliebenen, Bestattungstermin, Ort und Zeit der Seelenmesse und sonstiger Verabschiedungsrituale können auf der sehr übersichtlichen Website in Erfahrung gebracht werden. Am Suizid interessiert? Ein paar Tipps:
Buch zum Thema:
Die älteste Bibel, welche das Neue Testament vollständig enthält, den CODEX SINAITICUS aus dem 4. Jahrhundert, kann man im Internet unter der Adresse http://www.codexsinaiticus.org/en/ lesen.
Film zum Thema:
Website: |
Ich soff, ich übernachtete in
Parks, und dachte ab und zu an Selbstmord, und das verschaffte mir eine gewisse
innere Ruhe. BUKOWSKI, Essay "Über das Schreiben und das verfluchte Leben"
1966
| Wenn der Tod kommt, ist Sense.. |
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| Am besten, Du kaufst Dir einen Strick und erschießt Dich, wo das Wasser am tiefsten ist. |
Ach, es ist
ekelhaft zu leben! KLEIST
POLITIK TODESSTRAFE DOPING VERKEHRSTOTE FREIZEITOPFER KAMIKAZE STERBEHILFE STERBEN SPONSORING