POLITIK DEUTSCHER BUNDESPRÄSIDENT SCHWEIZER BUNDESPRÄSIDENT US-PRÄSIDENT ELEKTOREN
| Gott erhalte unsern Renner, Gott erhalte unsern Seitz, Gott erhalt - man kann nie wissen, unsern Karl in der Schweiz. |
BUNDESPRÄSIDENT |
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Geschichte:
seit 90 Jahren gibt es in Österreich dieses Amt. 1919 wurden mit einem Gesetz die Agenden des
Staatsoberhaupts dem Ersten Präsidenten der Nationalversammlung übertragen. |
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Auf Grund der autoritären
Verfassung von 1934 sollte der Bundespräsident von der Versammlung
aller Bürgermeister Österreichs gewählt werden. Auch dies unterblieb,
da die Funktionsperiode des amtierenden Bundespräsidenten verlängert
worden war.
Von März 1938 bis April 1945 gab es kein österreichisches Staatsoberhaupt. Bild oben WEBSCHOOL |
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Die vorläufige Verfassung vom 1. 5. 1945 der 2.
Republik übertrug die Obliegenheiten des Bundespräsidenten dem
„Politischen Kabinettsrat“ (Staatskanzler und drei Staatssekretäre).
Dadurch übernahm zunächst Kanzler
Renner
die Rolle des Staatsoberhaupts.
Erst mit der Wiedereinführung der Bundesverfassung im Oktober
1945 wurde das Amt des Bundespräsidenten wieder hergestellt. Über
einstimmigen Beschluss wurde am 20. 12. 1945 der
erste
Bundespräsident
der 2. Republik,
Karl RENNER,
nominiert und von der Bundesversammlung gewählt. Der
erste vom
Volk gewählte Bundespräsident
war
Theodor
KÖRNER
(1951) Seither gab es elf Wahlen für dieses Amt, wobei dreimal ein zweiter Wahlgang (Stichwahl) notwendig war. |
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| Körner | Schärf | Jonas | Kirchschläger |
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| Waldheim | Klestil | Fischer |
Porträts: Präsidentschaftskanzlei |
| Die vorgesehene Amtszeit
beträgt sechs Jahre. Eine sofortige
Wiederwahl ist nur einmal möglich. Bis zu einer Gesetzesänderung im Juni 2011 durften Mitglieder regierender Häuser oder solcher Familien, die ehemals regiert haben nicht für das Amt des Bundespräsidenten kandidieren. Wahlpflicht kann von den Bundesländern verordnet werden. Bei der Wahl 2004 gab es nur noch in Tirol Wahlpflicht, 2010 war sie in ganz Österreich abgeschafft. Wahlberechtigt sind alle Österreicherinnen und Österreicher, die spätestens mit Ablauf des Wahltages das 16. Lebensjahr vollendet haben. Wählbar ist
jede Person, die
spätestens mit Ablauf des
Wahltages das 35.
Lebensjahr vollendet hat, das Wahlrecht zum Nationalrat besitzt und von mindestens 6000
Wahlberechtigten schriftlich vorgeschlagen
wird.
Wahlvorschläge
können
zwischen dem gemeinsam mit der Anberaumung der Wahl festgelegten
Stichtag (in der Regel ist dies der 54. Tag vor dem Wahltag) und dem
30. Tag vor dem Wahltag (bis 17.00 Uhr) bei der Bundeswahlbehörde
(am Sitz des Bundesministeriums für Inneres) eingebracht werden. Ein Wahlvorschlag hat zu enthalten:
Gemeinsam mit dem Wahlvorschlag müssen überbracht werden:
Die Stimmabgabe kann in einem
Wahllokal oder mittels Briefwahl erfolgen. Innerhalb einer Woche können
Einsprüche gegen die Wahl erhoben werden. Im Wahlkampfübereinkommen für die Wahl 2004 vereinbarten SPÖ und ÖVP ein Werbebudget von je ca. 4 Mio. €. Der
Bundespräsident verdient 22.848.-
€ brutto, 14 mal jährlich. Das entspricht 280 % des
Einkommens
eines Nationalratsabgeordneten. |
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Amtssitz
des Bundespräsidenten ist die Wiener
Hofburg. Als
Urlaubssitz steht das vormals
kaiserliche Landhaus in Mürzsteg (Steiermark) zur Verfügung. Die Vertretung des Bundespräsidenten erfolgt bis zum
20. Tag seiner Verhinderung durch den Bundeskanzler, darüber hinaus
durch eine vom Nationalrat zu wählende Person. Stirbt der Bundespräsident
übt der Bundeskanzler bis zur Angelobung des Nachfolgers diese Funktion
aus. Eine vorzeitige Absetzung erfolgt durch
Der Bundespräsident genießt berufliche und außerberufliche
IMMUNITÄT. Er darf während
seiner Amtszeit nur mit Zustimmung der Bundesversammlung von Gerichten
oder Verwaltungsbehörden verfolgt werden. Nächster Wahltermin: 2016
Kandidaten 2010 (Bilder:
3 x WEBSCHOOL, 1 x Website Gehring) |
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Dr. Heinz Fischer |
Barbara Rosenkranz |
Kein Kandidat |
Dr. Rudolf Gehring |
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AUFGABEN: (Auszug;
vollständige Aufzählung im Verfassungsartikel
65)
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| Die kostenintensive Direktwahl
durch das Volk leisten sich in der EU neben Österreich noch
Frankreich, Finnland, Irland, Portugal, Litauen, Polen, Slowakei,
Slowenien und Zypern. Vom Parlament oder einem Wahlmänner-Gremium werden die Präsidenten in Deutschland, Griechenland, Italien, Estland, Lettland, Malta, Tschechien und Ungarn gewählt. Die preisgünstigste Lösung. Mit der Abstellung eines Mitglieds als Staatsoberhaupt haben Belgien, Großbritannien, Dänemark, Luxemburg, die Niederlande, Schweden und Spanien jeweils eine Familie beauftragt. Auch nicht billig, aber Umwegrentabilität durch Nutzung als Tourismusattraktion. Tolle PR, jedoch permanente Skandalgefahr durch Paparazziattacken und Regenbogenpresse. |
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Der Präsident der Bundesrepublik Deutschland Seine
Amtszeit
beträgt fünf Jahre. Eine sofortige
Wiederwahl ist nur einmal möglich. Das Amt endet mit
Der Bundespräsident genießt Immunität. Während seiner Amtszeit darf er gerichtlich nicht verfolgt werden. Der staatliche Anspruch auf Strafe bleibt allerdings bestehen, so dass nach Ablauf seiner Amtszeit ein Verfahren eingeleitet werden kann. Wahl: gewählt ist, wer im ersten oder zweiten Wahlgang die absolute Mehrheit erreicht. Gelingt dies keinem Kandidaten, gilt als gewählt, wer im dritten Wahlgang die meisten Stimmen erhält.
Aufgaben:
(keine
vollständige Aufzählung)
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| Seine Wahl ist - einzige - Aufgabe
der Bundesversammlung, die sich bei
der letzten Wahl (30. 6. 2010) aus 1.244 Personen zusammensetzte. Kandidaten 2010: Christian Wulff (CDU), Joachim Gauck (parteilos, nominiert von der SPD) Gewählt: im 3. Wahlgang Christian Wulff Nächster Wahltermin: 2015 Bisher bekleideten nach
dem 2. Weltkrieg 10 Herren die Funktion des Bundespräsidenten: |
| Theodor HEUSS | 1949 - 59 |
| Heinrich LÜBKE | 1959 - 69 |
| Gustav HEINEMANN | 1969 - 74 |
| Walter SCHEEL | 1974 - 79 |
| Karl CARSTENS | 1979 - 84 |
| Richard von WEIZSÄCKER | 1984 - 89 |
| Roman HERZOG | 1994 - 99 |
| Johannes RAU | 1999 - 04 |
| Horst KÖHLER | 2004 - 10 Rücktritt 31. 5. |
| Christian WULFF | 2010 - |
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Der Präsident der Schweiz Seine
Amtszeit
beträgt ein Jahr. Aus der Mitte des
Bundesrats wird er im Dezember von der Bundesversammlung für das
nächste Jahr gewählt. |
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Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika
Die Präsidentschaftskandidaten werden
von ihrer Partei am Parteitag gewählt, stehen aber schon vorher fest,
weil sie sich in den einzelnen Bundesstaaten in Parteiversammlungen (Caucuses)
und internen Wahlen (Primaries) die Mehrheit der Delegierten gesichert
haben. Der
Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika wird nicht direkt vom
Volk sondern von sogenannten „Elektoren“ (=Wahlmännern) gewählt.
Das funktioniert so: Am Wahltag wählt die Bevölkerung
in jedem Einzelstaat soviel Elektoren, wie er Senatoren und Vertreter im
Repräsentantenhaus hat. Kalifornien schickt beispielsweise zwei
Senatoren und 55 Abgeordnete nach Washington, verfügt demnach über 57
Elektorenstimmen. Insgesamt werden 538 Elektoren gewählt. Präsident (bzw. Vizepräsident) wird, wer mindestens 270 Elektorenstimmen erhält. Mit 269 kommt keine Wahl zustande. Als die USA diese Art der Wahl in ihre Verfassung aufnahmen, standen noch zwei weitere Möglichkeiten zur Debatte: Die DIREKTE Volkswahl wurde verworfen, weil man glaubte, die USA seien zu groß und zu uneinheitlich und die Amerikaner würden weniger mit dem Kopf als mit dem Herzen stimmen. [Daher wurde 2000 nicht Al Gore, der 540.000 Stimmen mehr als George W. Bush bekam, Präsident]. Die Variante mit der Wahl durch den KONGRESS war mit dem Prinzip der Gewaltentrennung unvereinbar. Leider dauerte es nicht lange, bis das Elektorenkollegium fest in der Hand der Parteien war. Man kann das gut mit unserem „Klubzwang“ vergleichen. Bis heute (seit 1788) haben nur insgesamt ACHT Wahlmänner NICHT für den Kandidaten der eigenen Partei gestimmt. Die Elektoren dürfen keine Kongressmitglieder sein und kein Bundesamt bekleiden.
Die gewählten Elektoren aller Bundesstaaten versammeln sich an einem
bestimmten Tag in ihren jeweiligen Hauptstädten und stimmen für den
Kandidaten ihrer Partei. ALLE
Elektorenstimmen des betreffenden Staates (außer in den Staaten Maine
und Nebraska) fallen nach dem Prinzip „WINNER TAKES ALL“ an den Kandidaten, der die Stimmenmehr erringt.
Nehmen wir wieder Kalifornien als Beispiel: wenn 27 Wahlmänner für den
Kandidaten der Demokraten und 28 für den der Republikaner stimmen,
werden nach Washington 55 Stimmen für den Republikaner gemeldet. Die versiegelten Listen mit den
Abstimmungsergebnissen der einzelnen Bundesstaaten werden an den
amtierenden Vizepräsidenten in seiner Funktion als Präsident des Sentas
übersandt. Am ersten Sitzungstag des neuen Kongresses (seit 1933
verfassungsgemäß der 6. Jänner) werden die die Stimmen geöffnet, gezählt
und das Ergebnis verkündet. Erreicht keiner der Kandidaten
die notwendige Mehrheit, wird der Präsident vom Repräsentantenhaus gewählt. Die
Amtszeit
beträgt vier Jahre. Eine sofortige
Wiederwahl ist nur einmal möglich. |
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US-Präsidenten seit 1897 |
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| William McKINLEY | Republikaner | 1897 - 1901 | John F. KENNEDY | Demokrat | 1961 - 1963 |
| Theodore ROOSEVELT | Republikaner | 1901 - 1909 | Lyndon JOHNSON | Demokrat | 1963 - 1969 |
| William Howard TAFT | Republikaner | 1909 - 1913 | Richard NIXON | Republikaner | 1969 - 1974 |
| Woodrow WILSON | Demokrat | 1913 - 1921 | Gerald FORD | Republikaner | 1974 - 1977 |
| Warren G. HARDING | Republikaner | 1921 - 1923 | Jimmy CARTER | Demokrat | 1977 - 1981 |
| Calvin COOLIDGE | Republikaner | 1923 - 1929 | Ronald REAGAN | Republikaner | 1981 - 1989 |
| Herbert C. HOOVER | Republikaner | 1929 - 1933 | George BUSH | Republikaner | 1989 - 1993 |
| Franklin D. ROOSEVELT | Demokrat | 1933 - 1945 | Bill CLINTON | Demokrat | 1993 - 2001 |
| Harry TRUMAN | Demokrat | 1945 - 1953 | George BUSH jun. | Republikaner | 2001 - 2009 |
| Dwight EISENHOWER | Republikaner | 1953 - 1961 | Barack OBAMA | Demokrat | 2009 - 201. |
| Es gibt Staaten, die ihren
Bürgern schon im Text der Wahlankündigung Hilfe zur Entscheidungsfindung
geben. Zum Beispiel die Republik Syrien. Sie fordert nicht zur Teilnahme an der Präsidentschaftswahl auf, sondern an der Wiederwahl des amtierenden Präsidenten! siehe Inseratausschnitt rechts vom 24. 5. 2007 im KURIER |
Bekanntmachnung |
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Die Botschaft der Arabischen Republik Syrien
in Wien ruft die in der Republik Österreich lebenden syrischen
Staatsbürger auf, an dem Referendum zur Wiederwahl von Präsident Bashar Al
Assad, Staatspräsident der Arabischen Republik Syrien, für eine zweite
Amtsperiode, teilzunehmen. ....... |
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| Irgendwie aber logisch.
Fehlte es doch an Alternativen. Herr Al Assad war der einzige Kandidat. Das Volk schien zufrieden. 95,86 Prozent der Wahlberechtigten nahmen an der Wahl teil. Davon entfielen 97,62 Prozent auf den amtierenden Präsidenten. 19.653 Stimmbürger (= 1,71 Promille) stimmten mit Nein. |
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