POLITIK PARLAMENTARISMUS GESETZGEBUNG DIREKTE DEMOKRATIE ADELSAUFHEBUNG - Habsburger Gesetz
| Gleichheit bedeutet aber, dass für alle Bürger maßgebend ist, was die Mehrheit beschließt. Freiheit aber, dass jeder Einzelne tun kann, was er will. Das ist von Übel. |
REGIERUNGSFORMEN |
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Die
Staatsform gibt zu erkennen, wer in einem Staat das „Sagen“ hat. Wie
also die staatliche Herrschaft organisiert ist und wie die Staatsgewalt
ausgeübt wird. Diese Strukturen sind in der Verfassung verankert.
Je nach Machtbefugnis des
Herrschers unterscheidet man zwischen ·
Absoluter
Monarchie – der Kaiser (Zar, König) ist niemandem
verantwortlich, seine Herrschaft wird mit göttlicher Abstammung oder
der Unantastbarkeit des Erbrechts (Legitimitätsprinzip) begründet. ·
Konstitutioneller
Monarchie – verfassungsmäßig gesicherte Mitsprache der Stände ·
Parlamentarischer
Monarchie – der Monarch verfügt über keinerlei Staatsgewalt,
er ist nur noch Repräsentant des Staates. Eventuell darf er der Form
halber noch Gesetze unterzeichnen. (Ausnahme Spanien – dort hat der König
bei der Gesetzgebung ein Vetorecht!) Diese Staatsform ist besonders
fremdenverkehrsfreundlich und hat einen hohen PR-Wert (Hochzeiten, Begräbnisse,
Thronjubiläen, Krönungen, Paraden, ...). |
| Von allen Regierungsformen ist die monarchische die beste; mehr als jede andere begünstigt und umfriedet sie die stillen Einbildungen und unschuldigen Torheiten der Privatisierenden. Nur die Demokratie, die tyrannischste Regierungsform, verpflichtet jeden zu positiver Teilnahme ... |
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Sœren Kierkegaard |
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In der Republik
(übersetzt: „der öffentlichen Sache“) wird die Herrschaft von der
Öffentlichkeit, dem Volk ausgeübt. Es gibt jedoch
Staaten, welche das Wort „Republik“ in ihrer
Staatsbezeichnung führen (Volksrepublik China), das Volk aber von
Mitbestimmung weit entfernt ist, geschweige denn „Herrschaft ausüben“
kann. In England sind drei Staatsformen gleichzeitig – aber nicht gleichwertig - vertreten: Monarchie (Königin), Aristokratie (Oberhaus - House of Lords) und die Herrschaft des Volkes (Unterhaus – House of Commons). |
| Ihr habt euch selber euer Los geschaffen, / so gebt den Göttern nicht die Schuld daran. / Dummheit und Feigheit bieten selbst die Waffen, / dass freche Niedertracht sie knechten kann. |
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Solon |
| Der Staat muss untergehn, früh oder spät, wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet. |
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Friedrich Schiller; "Demetrius" |
| Wie
in einem Staat die Macht ausgeübt wird ist an der
Regierungsform
zu erkennen. In der Demokratie
ist das Volk im Besitz der Staatsgewalt, wählt
die Regierung (durch Mehrheitsentscheidung nach freien
Wahlen) und kontrolliert diese auch (Parlament). Die Handlungen der Regierung
unterliegen den Bestimmungen der Verfassung und der
Gesetze. |
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| Demokratie in ihrer ursprünglichen Form findet heute noch im Schweizer Kanton Appenzell Innerrhoden statt. Alljährlich am letzten Sonntag im April versammeln sich auf dem Landsgemeindeplatz in Appenzell die stimmberechtigten Frauen und Männer zur Landsgemeinde. So wird diese Form der offenen Abstimmung über alle Angelegenheiten und Fragen genannt. Auch im Kanton Glarus wird noch die Urform der demokratischen Mitbestimmung gepflogen. |
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| Die Demokratie ist ein Verfahren, das garantiert, dass wir nicht besser regiert werden, als wir es verdienen. |
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G. B. Shaw |
| Der iranische Journalist und Buchautor, jahrelang wegen seiner Kritik an der iranischen Regierung im Kerker, weiß, dass zu einer Diktatur immer zwei gehören: |
| Wir haben immer das Volk glorifiziert. Doch ich denke, jedes politische System passt in gewisser Weise zu dem Volk, das es regiert. |
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Akbar Ganji |
| In Diktaturen liegt die Staatsgewalt in Händen einer kleinen Gruppe (Oligarchie), einer Partei (Parteiendiktatur) oder einer einzelnen Person (Diktator). Das Volk hat weder die Möglichkeit zur Kontrolle noch zur Einflussnahme auf politische Entscheidungen. Eventuell abgehaltene Wahlen entsprechen nicht demokratischen Gepflogenheiten und sollen dem Regime lediglich den Anschein von Legitimität geben. |
| Wenn ihre Grausamkeit befriedigt ist, werden die Tyrannen leutselig; alles würde in seine Ordnung zurückkehren, wenn die Sklaven, eifersüchtig wie sie sind, nicht ihrerseits Anspruch darauf erhöben, die Ihrige zu befriedigen. Das Bestreben des Lammes, ein Wolf zu werden, ist der Anlass für die meisten Ereignisse. |
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Emile Cioran |
| Wir können uns nimmermehr verhehlen, wessen wir uns zu gewärtigen haben, sobald die große rohe Masse, welche die einen das Volk, die andern den Pöbel nennen, und deren legitime Souveränität bereits längst proklamiert worden, zur wirklichen Herrschaft käme. Ganz besonders empfindet der Dichter ein unheimliches Grauen vor dem Regierungsantritt dieses täppischen Souveräns. |
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Heinrich Heine |