POLITIK WELTHANDELSPARTNER ÖSTERREICHS HANDELSPARTNER INTERESSENGRUPPEN IM WELTHANDEL
EU DRITTE WELT ROHSTOFFMÄRKTE GEWERKSCHAFTEN FRACHTER + CONTAINERSCHIFFE BALTIC DRY INDEX
| Ihr seht nicht wohl, Signor Antonio; / Ihr macht Euch mit der Welt zu viel zu schaffen: / Der kommt darum, der mühsam sie erkauft. |
WELTHANDEL |
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"Der Kaufmann von Venedig" SHAKESPEARE |

MÄRKTE
Bilder: WEBSCHOOL
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GATT |
| Im Rahmen der UNO sollten nach dem
Zweiten Weltkrieg für eine multinationale Wirtschaftszusammenarbeit
drei Organe geschaffen werden: der Internationale Währungsfonds (IMF),
die Weltbank und die International Handelsorganisation (ITO). Letztere
konnte nicht verwirklicht werden, weil der US-Kongress seine Zustimmung
verweigerte. Als Ersatzlösung entstand ein Vertragswerk, das GATT. Beide sind wir am selben Tag geboren, im Unterschied zu mir hat das GATT (Allgemeine Zoll- und Handelsabkommen) sein Leben am 31. Dezember 1994 beendet. Glück gehabt. Für einen Vertrag, der über ein Provisorium nie hinaus kam, eine beachtliche Geltungsdauer. Von anfangs 23 wuchs die Zahl der Vertragspartner auf 95. 90 % des Welthandels wurden nach GATT-Regeln abgewickelt. Die GATT-Nachfolgerin WTO brachte es bis 2005 auf 148 Unterzeichnerstaaten. |
| 30.
10. 1947 |
23 Staaten - Australien, Belgien, Brasilien, Burma, Canada, Ceylon, Chile, China, Cuba, Tschechoslowakei, Frankreich, Indien, Libanon, Luxemburg, Niederlande, Neuseeland, Norwegen, Pakistan, Südrhodesien, Syrien, Südafrika, United Kingdom, USA - unterzeichnen in Genf das Allgemeine Zoll- und Handelsabkommen GATT und beenden erfolgreich eine erste Verhandlungsrunde, die 45.000 Zolltarifbestimmungen erfasst. | |
| 01. 01. 1948 | GATT tritt auf provisorischer Basis in Kraft | |
| 1949 | Zweite Verhandlungsrunde beschließt 5.000 Zolltarifbestimmungen. | |
| 1950 | Dritte Verhandlungsrunde beschließt 8.700 Zolltarifbestimmungen. | |
| 1955 | Vierte Verhandlungsrunde beschließt Zolltarifbestimmungen betreffend ein Handelsvolumen von 2,5 Milliarden US$. | |
| 1960-1962 | Fünfte Verhandlungsrunde beschließt 4.400 Zolltarifbestimmungen über ein Handelsvolumen von 5 Milliarden US$. | |
| 1964-1967 | Sechste Verhandlungsrunde mit einem Abbau der Zolltarife um 50 %, Zolltarifvereinbarungen über ein Handelsvolumen von 40 Milliarden US$. Das GATT wird um ein Kapitel erweitert (Kapitel IV: Handel + Entwicklung) | |
| 1973-1979 | Siebente Verhandlungsrunde beschließt einen durchschnittlichen Zolltarifabbau auf die Industrieprodukte der neun wichtigsten Industrieländer von 7 % auf 4,7 %. | |
| 1986-1993 | Achte Verhandlungsrunde beschließt Regelungen zu den Gebieten Agrar, Textil, Dienstleistungen und des Urheberrechts. Ein weiterer Zollabbau um durchschnittlich 38 % wurde vereinbart. | |
| 30. 10. 1987 | 95 Staaten unterschreiben die GATT-Regeln. |
| Viele Regierungen, auch von
Unterzeichnerstaaten, haben die GATT-Vereinbarungen
ignoriert oder umgangen um ihre nationalen Unternehmen zu schützen
und zu bevorzugen. Mit diskriminierenden Handelsbeschränkungen und
unangemessenen Subventionen "entschärften" manche Staaten
das GATT. Hauptsächlich betroffen davon
die Sektoren Landwirtschaft und Textilien. Bereits im Gründungsvertrag
hatten sich die USA ein Sonderstellung auf dem Landwirtschaftssektor
ausbedungen. Im Laufe der Jahre gelang es weiteren Staaten speziell
auf ihre Wünsche abgestimmte Regelungen zu erreichen. Sie setzten
mengenmäßige Importbeschränkungen, gesundheitsrechtliche
Bestimmungen, sicherheitspolitische oder umweltpolitische Vorgaben,
... durch. Das gelang deshalb so gut, weil der Text des GATT
so allgemein gehalten war, dass er vielfältige Interpretationen zuließ. Beispielsweise enthielt er keine Definition für den Begriff "Entwicklungsland". Der Staat, der behauptete eines zu sein, war eines. Für Entwicklungsländer galten Sonderregelungen, die ihnen höhere Zolltarife erlaubten. Wichtigste Bestimmungen des GATT waren die
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| Butter oder Kanonen? - das ist nicht die Frage. | |
| Wer genug Kanonen hat, wird auch genug Butter haben. | Zarko Petan |

Hamburger Hafen
Bild WEBSCHOOL
| Ist die Nachfolgeorganisation des
GATT.
Die Gründungsverträge wurden im April 1994 unterzeichneten und traten
am 1. Jänner 1995 in Kraft. Gründungsmitglieder: 81; Mitgliederstand
nach dem Beitritt der Kapverden im Juli 2008: 153, darunter 33 der ärmsten
Entwicklungsländer. Unter den noch etwa 30 Beitrittsbewerbern ist
Russland der wirtschaftlich bedeutendste. Von 1993 bis Juni 2009 dauerten
die Beitrittsverhandlungen. Dann zog Russland als Einzelstaat seinen
Antrag zurück und stellte als Mitglied einer Zollunion mit Weißrussland
und Kasachstan einen neuen. Bei den Abstimmungen herrscht Konsenspflicht, d. h. gegen den Willen auch nur eines Mitgliedstaates kann kein Beschluss gefasst werden! Das hat sich aber noch nicht bis zu den Bürgern der einzelnen Staaten durchgesprochen. Daher fällt es den Politikern leicht, für unangenehme Maßnahmen, die nur mit ihrer Zustimmung beschlossen werden konnten, die WTO verantwortlich zu machen. Der WTO gelangen endlich Regelungen für den Handel mit landwirtschaftlichen Produkten und Textilien zu erzielen und ihren Wirkungsbereich um "Dienstleistungen" und "geistiges Eigentum" zu erweitern. Oberstes Organ ist die Ministerkonferenz, in der die Handels- bzw. Wirtschaftsminister jedes Mitglieds eine Stimme haben. Die Konferenzen finden im Abstand von zwei Jahren statt. Seit 2001 verhandeln die WTO-Mitglieder über Subventionsabbau in der Landwirtschaft (das verlangen die Agrarstaaten von den USA und der EU), Senkung von Zollsätzen und Erleichterungen beim Zugang zu Dienstleistungsmärkten (Forderung der Industriestaaten und Indiens an die ärmeren Länder). Optimisten hofften auf einen Abschluss dieser neunten Welthandelsrunde (Dauha-Runde) mit Ende 2006, doch eine Einigung blieb in weiter Ferne. Schließlich fasste der WTO-Rat am 27. Juli den Beschluss, alle Verhandlungen auf unbestimmte Zeit auszusetzen.Inzwischen schließen die WTO-Staaten untereinander eigene Verträge ab. Mehr als 200 bilaterale und regionale Handelsabkommen gibt es schon. Besonders die USA vereinbaren immer neue Freihandelsverträge mit Einzelstaaten aus. Mit der selben Taktik versuchen sie auch den Internationalen Strafgerichtshof auszuhebeln. Als reif, uneigennützig und der Idee verpflichtet erweisen sich die Mitglieder bei der Wahl des WTO-Generaldirektors. Auch sie unterliegt der Konsenspflicht. Da kann es schon mal ein bisschen dauern. 1999 kam es erst nach monatelangem Streiten, Feilschen, Schmollen und Blockieren zu einem Kompromiss zwischen den Industriestaaten und den Entwicklungsländern: für die erste Hälfte der sechsjährigen Amtszeit übernahm der Neuseeländer Mike Moore die Funktion, dann folgte ihm der Thailänder Supachai Panitchpakdi. Für die Wahl des Nachfolgers (31. Mai 2005) gab es Kandidatenvorschläge von Brasilien (den eigenen Botschafter), Uruguay (den eigenen Botschafter), den 79 Staaten der Afrika-Karibik-Pazifik-Zone (den ehem. Außenminister von Mauritius) und den Industriestaaten (ehem. EU-Handelskommissar).Die bisherigen
GATT-
bzw. WTO-Generaldirektoren: Transferieren wir die riesigen Zahlen in Privathaushaltsdimensionen, indem wir 499.000.000 € durch 1.270.000.000 Kilogramm dividieren. Als Ergebnis erhalten wir 39 Euro-Cent/kg Zucker Subvention! Das sind umgerechnet 52 Dollar-Cent. Auf dem Rohwarenmarkt notierte Zucker in den Jahren 2002 bis 2004 zwischen 12 und 18 Dollar-Cent pro Kilogramm. Jedes Kilo EU-Zucker kostete die EU-Steuerzahler das Drei- bis Vierfache des erzielten Verkaufspreises. Kritiker sind der Ansicht, dass die Arbeit der WTO keineswegs dem Wohle aller Menschen dient. Als erbittertster WTO-Gegner hat sich die 1998 in Frankreich gegründete Vereinigung ATTAC (Association pour la taxation des transactions financieres pour l'aide au citoyen / Verband für die Besteuerung von Finanztransaktionen zur Unterstützung des Bürgers) erwiesen. Sie organisiert an den Orten der WTO-Konferenzen Proteste und Demonstration. Seit 2001 verhandeln die WTO-Mitglieder über Subventionsabbau in der Landwirtschaft (das verlangen die Agrarstaaten von den USA und der EU), Senkung von Zollsätzen und Erleichterungen beim Zugang zu Dienstleistungsmärkten (Forderung der Industriestaaten und Indiens an die ärmeren Länder).Diese Verhandlungsrunde begann in Doha, der Hauptstadt von Katar und wird deshalb als Doha-Runde bezeichnet. Ein erfolgreicher Abschluss war auch 2006 nicht in Sicht. Nicht einmal ein Zusammentreffen von mehr als 60 Handelsministern in Genf (Juli 2006) konnte sich auf einen Kompromiss einigen. Im Juni 2007 erklärte der EU-Handelskommissar Peter Mandelson die Verhandlungen als gescheitert. Indien und Brasilien warfen den USA unzureichenden Abbau der Agrarsubventionen vor, verweigerten aber ihrerseits eine Reduktion der Industriezölle. Der EU-Kommissar versprach eine Verminderung der Agrarzölle um die Hälfte, was ihm umgehend heftige Kritik des französischen Präsidenten Sarkozy einbrachte. Im Juli 2008 berief Lamy ein WTO-Treffen in Genf ein und versuchte erneut die Doha-Runde erfolgreich zu finalisieren. Der Versuch scheiterte nach neun Tagen an der Unvereinbarkeit der Standpunkte. Unabhängig davon schließen die WTO-Staaten
weiterhin untereinander eigene Verträge ab. Mehr als 200 bilaterale und regionale
Handelsabkommen gibt es schon. Besonders die USA vereinbaren immer neue
Freihandelsverträge mit Einzelstaaten aus. Mit der selben Taktik versuchen
sie auch den
Internationalen
Strafgerichtshof auszuhebeln. |
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| AFTA (ASEAN
Free Trade Association) www.aseansec.org
-
Freihandelszone,
gegründet 2002, von 6 Mitgliedstaaten des Verbands Südostasiatischer
Staaten ( ASEAN) ASEAN (Association Südostasiatischer Staaten) - gegründet August 1967 (Bangkok-Deklaration) von Thailand, Malaysia, Philippinen, Indonesien, Singapur. Dazu kamen später Brunei, Vietnam, Kambodscha, Laos und Myanmar. Vom gesamten Außenhandel (2006: 1.443 Mio. $) entfällt nur ein knappes Viertel auf den Handel zwischen den Mitgliedsstaaten. APEC (Asiatisch-Pazifische Wirtschaftliche Zusammenarbeit) gegründet 1989 - 21 Mitglieder: Australien, Brunei, Kanada, Chile, Hongkong, VR China, Indonesien, Japan Süd-Korea Malaysia, Mexiko, Neuseeland, Papua-Neugiunea, Peru, Philippinen, Russland, Singapur, Taiwan, Thailand, USA, VietnamAuf die APEC-Staaten entfallen 41% der Weltbevölkerung und die Hälfte der Weltwirtschaftsleistung. CAFTA (Central American Free Trade Agreement - Zentralamerikanischer Freihandelsvertrag) gegründet 2005 - auf die Domain darf man gespannt sein, ist doch die naheliegende Adresse www.cafta.org von der Canadian Agri-Food Trade Alliance besetzt. Mitglieder der mit dem Vertrag begründeten Freihandelszone sind die USA, Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Dominikanische Republik. CARICOM (Caribbean Community and Common Market) gegründet 1973 www.caricom.org - kommt seinen gesetzten Freihandelszielen nicht näherCEFTA (Central European Free Trade Agreement - Mitteleuropäisches Freihandelsabkommen) gegründet 1992 von Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn. Die Gründungsstaaten und die später beigetretenen Staaten Slowenien, Rumänien und Bulgarien sind anlässlich ihres EU-Beitritts ausgeschieden. Es verblieben acht Vertragspartner: Kroatien, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina, Moldawien, Serbien, Montenegro, Albanien, Kosovo. Ziel: Zollabbau, Beseitigung von Handelsbarrieren. EFTA (Europäische Freihandelsassoziation) gegründet 1960 www.efta.int - eine Organisation, der im Laufe der Jahre die meisten Staaten in Richtung EU abhanden kamen. Den Anfang machten GB und Dänemark (1972), im letzten Fluchtpaket befand sich auch Österreich (1995). Verbliebene Mitglieder: Island, Liechtenstein, Norwegen, SchweizEWR (Europäischer Wirtschaftsraum) Gründung: 1. 1. 1994 - Alle EU-Staaten und drei EFTA-Staaten (außer CH) gehören ihm an. Ziel war die Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen unter den Teilnehmerstaaten (freier Kapital-, Personen-, Güter- und Dienstleistungsverkehr). Als "Eintrittsgeld" (Kohäsionsbeitrag) sollten den EFTA-Staaten 500 Millionen ECU abgeknöpft werden. Zusätzlich hätten sie noch den "armen" EU-Staaten mit 3 % verzinste Kredite über weitere 1,5 Milliarden ECU zur Verfügung stellen sollen. Die Beträge verringerten sich schlussendlich um 25 Prozent, weil die Schweizer Bürger sich in einer Volksabstimmung gegen den Beitritt entschieden. 25 % wäre der Anteil der Schweiz gewesen. MERCOSUR (Mercado Comun del Cono Sur) gegründet 1991, in Kraft getreten 1995 www.mercosur.org.uy - Mitglieder: Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay, Venezuela (Aufnahmebeschluss: Juli 2006. Ratifizierung durch brasilianisches Parlament am 15. 12. 09. Ratifizierung durch das Parlament von Paraguay vielleicht 2010); Zollunion. Die gegenseitigen Verpflichtungen der Mitglieder werden nur eingehalten, solange sie nicht nationalen Interessen im Wege stehen. "Verpflichtungen im Rahmen des MERCOSUR sind einen Dreck wert" José Mujica, uruguayanischer Landwirtschaftsminister. Bolivien, Chile, Peru sind assoziiert.NAFTA
(Nordamerikanische
Freihandelsassoziation) www.nafta-sec-alena.org
- zu ihr gehören Kanada, Mexiko und die
USA.
Das Handelsvolumen zwischen den drei Partner betrug 2006 845,5 Mrd. US$.
Davon entfielen 59 % auf den Handel zwischen USA + Kanada, 38,5 % auf den
Handel zwischen USA + Mexiko, der Rest betraf Kanada + Mexiko.
Quelle NAFTA Die OECD analysiert jährlich die Wirtschafts- und Sozialpolitik der 31 (seit Mai 2010 34) Mitgliedstaaten und berät sie auch auf diesen Gebieten. Mitglieder: Australien, B, Chile, DK, D, FIN, F, GR, GB, IRL, Island, I, Japan, Kanada, LUX, Mexiko, Neuseeland, NL, Norwegen, Ö, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei, Spanien, Südkorea, Tschechien, Türkei, Ungarn, USA. / Neu: Slowenien, Estland, Israel |

Tankzug mit Ölprodukten
Bild: WEBSCHOOL
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Weitere
INTERESSENGRUPPEN im Rahmen der WTO |
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| G-4
G-5 G-6 G-7 G-8 G-10 |
Brasilien, EU, Indien, USA Gruppe der 5 wichtigsten Schwellenländer (China, Indien, Südafrika, Mexiko, Brasilien) Australien, Brasilien, EU, Indien, Japan, USA Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, USA G-7 + Russland China, (Taiwan), Island, Israel, Japan, Liechtenstein, Mauritius, Norwegen, Südkorea, Schweiz |
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G-20
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1999 beschlossen die G-7 Probleme periodisch
in einem erweiterten Kreis zu besprechen. Die EU als Vertreter von
"Rest-Europa" und 12 weitere "systemrelevante" Staaten wurden eingeladen: G-8, G-5, Argentinien, Australien, Indonesien, Saudi-Arabien, Südkorea, Türkei, EU. Die Zusammensetzung der G-20 ist durchaus willkürlich. Der Organisator des Treffens lädt nach seinem Gutdünken ein. 2009 trafen einander in London: G-8, China, Indien, Brasilien, Argentinien, Südafrika, Saudi-Arabien, Indonesien, Mexiko, Australien, Südkorea, Spanien, Niederlande, Tschechien (als EU-Vorsitzender). Wie immer mit dabei: IWF + Weltbank |
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G-21
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Die Agrarstaaten vertreten 70 % aller Bauern der Welt und 65 % der Weltbevölkerung: Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, China, Ägypten, Guatemala, Indien, Indonesien, Kuba, Mexiko, Nigeria, Pakistan, Paraguay, Philippinen, Südafrika, Tansania, Thailand, Uruguay, Venezuela, Simbabwe |
| G-33
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Antigua + Barbuda, Barbados, Belize, Benin, Bolivien, Botswana, China, Elfenbeinküste, Dominica, Dominikanische Republik, El Salvador, Grenada, Guatemala, Guayana, Haiti, Honduras, Indien, Indonesien, Jamaica, Kenia, Kongo-Brazzaville, Kuba, Madagaskar, Mauritius, Mongolei, Mosambique, Nicaragua, Nigeria, Pakistan, Panama, Peru, Philippinen, Saint Kitts und Nevis, Saint Lucia, Saint Vincent und Grenadines, Senegal, Sri Lanka, Südkorea, Surinam, Tansania, Trinidad und Tobago, Türkei, Uganda, Venezuela, Sambia, Simbabwe. Entwicklungsstaaten, welche ihre Importe möglichst erschweren möchten. |
| G-90 | 90 Entwicklungsländer, darunter 56 aus dem afrikanischen, pazifischen und karibischen Raum. |
| C-4 | Cotton Four (Baumwoll-4); Benin, Burkina Faso, Mali, Tschad. Die vier afrikanischen Staaten fordern die |
| Abschaffung der Subventionen, mit denen besonders die USA (unterstützt seine Baumwollfarmer jährlich mit vier Mrd. Dollar) aber auch die EU und China den eigenen Baumwollanbau fördern. | |
| GCC |
Wirtschaftsgemeinschaft der sechs Golfstaaten - Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien, VAE - , die für 20 % der Welterdölproduktion sorgen. Trat am 1. Jänner 2008 in Kraft. Freier Kapital- und Personenverkehr, freie Niederlassung und Berufsausübung. Bis 2010 Einführung einer Währungsunion. |
| ...weiters gibt es noch Nama-11 (Argentinien, Brasilien, Ägypten, Indien, Indonesien, Namibia, Philippinen, Südafrika, Tunesien, Venezuela), Cairns-Gruppe (1986 in Cairns, Australien, gegründet: Argentinien, Australien, Bolivien, Brasilien, Kanada, Chile, Kolumbien, Costa Rica, Guatemala, Indonesien, Malaysia, Neuseeland, Pakistan, Paraguay, Peru, Philippinen, Südafrika, Thailand, Uruguay), Agrarexportstaaten, verlangt den Abbau der Zollschranken für ihre Produkte, Gruppe für Tropenprodukte (Bolivien, Kolumbien, Costa Rica, Ecuador, El Salvador, Honduras, Guatemala, Nicaragua, Panama, Peru, Venezuela), ... | |
| Das Abendland ist jener Teil der Welt, der westlich (bzw. östlich) des Morgenlandes liegt. Es wird größtenteils von Christen bewohnt, einem mächtigen Unterstamm der Hypokriten, dessen Hauptbeschäftigung Mord und Betrug sind, von ihnen vorzugsweise als KRIEG und HANDEL bezeichnet. Dies sind auch die Hauptbeschäftigungen des Morgenlandes. |
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Ambrose Bierce |
Die
größten Welthandelspartner
Mrd $
| Exporte | Importe | |||||||||||||
| 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | |
| Warenhandel | ||||||||||||||
| EU - 25 (ab 2007 27) | 3742 | 4042 | 4527 | 5314 | 5913 | 3817 | 4160 | 4743 | 5569 | 6268 | ||||
| Deutschland | 1327 | 1465 | 1059 | 1206 | ||||||||||
| USA | 819 | 904 | 1037 | 1163 | 1301 | 1526 | 1733 | 1920 | 2017 | 2166 | 1900 | |||
| China | 593 | 762 | 969 | 1218 | 1430 | 561 | 660 | 792 | 956 | 1133 | ||||
| Japan | 566 | 596 | 647 | 713 | 782 | 455 | 516 | 577 | 621 | 762 | ||||
| Kanada | 322 | 360 | 388 | 418 | 456 | 276 | 320 | 357 | 390 | 418 | ||||
| Mexiko | 189 | 214 | 250 | 272 | 292 | 206 | 232 | 268 | 297 | 323 | ||||
| Schweiz | 200 | 183 | ||||||||||||
| Österreich | 173 | 177 | 171 | 180 | ||||||||||
| Österreich in Euro | 118 | 94 | 120 | 98 | ||||||||||
| Dienstleistungshandel | ||||||||||||||
| USA | 319 | 353 | 387 | 454 | 522 | 259 | 289 | 307 | 336 | 364 | ||||
| Großbritannien | 169 | 183 | 223 | 263 | 283 | 135 | 150 | 169 | 193 | 199 | ||||
| Deutschland | 126 | 143 | 164 | 197 | 235 | 191 | 199 | 215 | 245 | 285 | ||||
| Frankreich | 108 | 114 | 112 | 130 | 153 | 95 | 103 | 108 | 120 | 137 | ||||
| Japan | 94 | 107 | 121 | 136 | 144 | 134 | 136 | 143 | 157 | 166 | ||||
| Italien | 85 | 93 | 101 | 109 | 123 | 80 | 92 | 101 | 117 | 132 | ||||
| Spanien | 84 | 91 | 100 | 127 | 143 | 53 | 65 | 77 | 97 | 108 | ||||
| China | 59 | 81 | 87 | 127 | 137 | 70 | 85 | 100 | 129 | 152 | ||||
| Niederlande | 72 | 75 | 82 | 91 | 102 | 72 | 69 | 78 | 89 | 92 | ||||
| Schweiz | 74 | 37 | ||||||||||||
| Österreich | 62 | 42 | ||||||||||||
|
Quelle: STATISTIK AUSTRIA, WTO www.wto.org |
||||||||||||||
Österreichs
Handelspartner
%-Anteil
Quelle: statistik.at, bmwfj
| Exporte | Importe | ||||||||||
| 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 | ||
| Deutschland | 31,8 | 30,0 | 29,7 | 31,0 |
Deutschland |
42,5 | 41,6 | 40,5 | 40,1 | ||
| Italien | 8,7 | 8,9 | 8,6 | 8,1 | Italien | 6,7 | 6,9 | 6,9 | 6,7 | ||
| USA | 5,8 | 5,0 | 4,4 | 4,2 | Frankreich | 3,7 | 3,2 | 3,1 | 3,1 | ||
| CH | 4,1 | 3,9 | 3,8 | 4,5 | China | 3,5 | 4,0 | 4,2 | 4,6 | ||
| Frankreich | 4,0 | 3,6 | 3,8 | 3,9 | USA | 3,3 | 3,3 | 2,9 | 2,7 | ||
| GB | 3,6 | 3,5 | 3,2 | 3,0 | CH | 3,3 | 3,7 | 4,2 | 5,7 | ||
| Ungarn | 3,3 | 3,5 | 3,6 | 3,1 | Tschechien | 3,1 | 3,2 | 3,6 | 3,5 | ||
| Tschechien | 3,1 | 3,6 | 3,7 | 3,6 | NL | 2,9 | 3,0 | 2,8 | 2,8 | ||
| Spanien | 2,7 | 2,9 | 2,4 | 2,2 | Ungarn | 2,4 | 2,5 | 2,7 | 2,3 | ||
| Polen | 2,2 | 2,6 | 2,8 | 2,5 | Russland GB | 2,2 | 2,0 | 2,1 | 1,7 | ||
| Die Kapazität der weltweit verfügbaren
Frachter und
Tanker überstieg 2007 erstmals die Milliarden-Tonnen-Grenze. Die Hälfte
davon wird von den führenden Seefahrt-Nationen Griechenland, Japan,
Deutschland, China kontrolliert. Nicht immer unter deren Nationalflagge,
denn aus Kostengründen sind viele Schiffe in Panama, Liberia und Bahama
registriert. 1/3 des Seehandels entfällt auf Rohöl und Erdölderivate. 95 Prozent des weltweiten Warenverkehrs (knapp 8 Mrd. Tonnen pro Jahr) werden auf dem Seeweg abgewickelt. Die Welthandelsflotte bestand am 1. 1. 2010 aus 46.948 Schiffen. Zwei Kategorien von Frachtschiffen transportieren diese Gütermenge:
Sie sind begehrte Beuteobjekte von
Piraten,
die in den letzten Jahren zunehmend die Seewege entlang der Küsten von
Ländern mit geringer staatlicher Autorität bedrohen. Das
International Maritime Bureau (IMB) zählte 2003
weltweit 445 "erfolgreiche" oder abgewehrte Angriffe auf Schiffe. 2006
waren es nur noch 239, 2007 stieg die Zahl auf
264, 2008 weiter auf 293
(vor den Küsten ihrer Länder sorgten somalische und nigerianische Piraten
für
49 Kaperungen und zusätzlich Überfälle auf
weitere 46 Schiffe), 2009 406 (davon
217 durch somalische Piraten).
Ein Fahrt durch den Suez-Kanal kostete im Jänner 2009
für ein Frachtschiff 600.000 $.
3.900 Containerschiffe kreuzten 2007 über die Meere.
Das waren um 12 % mehr als 2006.
Massengutfrachter traf es genauso. Das Chartern eine
Frachters der Capsize-Klasse (>100.000 dwt = deadweight
Tragfähigkeit) kostete im Juli 08 pro Tag 95.000,- $,
Ende November 5.000,- $. |